Besuch des Hauses Strohhlam

Soziales

Mehr Unterstützung für wohnungslose und suchtmittelabhängige Männer und Frauen in Oberschöneweide nötig

Bei ihrem Besuch im Haus Strohhalm am 25. Mai hat die SPD-Abteilung Oberschöneweide sowohl einen Einblick in die Arbeit der Mitarbeiter/innen gewinnen, als auch mit einigen der zur Zeit 36 Bewohnerinnen und Bewohner über ihre persönliche Lebenssituation reden können.
Für alle drei Wohnetagen des Hauses ist eine „rund-um-die-Uhr“ Betreuung eingerichtet. Diese wird durch vier Mitarbeiter/innen und zusätzlich, hauptsächlich im Nachtdienst, durch Studenten/innen aus dem Fachbereich Sozialpädagogik/arbeit sichergestellt.

Im Laufe der Gespräche wurde klar, dass in den letzten Jahren in Oberschöneweide eine Zunahme der wohnungslosen und suchtmittelabhängigen Frauen und Männer zu konstatieren ist. Vor allem Doppeldiagnosen – bspw. die Verbindung von psychischen und Suchterkrankungen nehmen, vermehrt auch bei jungen Leuten, zu.
Daher wird der Träger, die Stiftung SPI, nur einen Steinwurf vom Haupthaus und dem angegliederten Treffpunkt Strohhalm entfernt, noch in diesem Jahr eine zweite „Außenstelle“ speziell für suchtbetroffene Familien mit Kindern einrichten.
Die Stiftung SPI, das Sozialpädagogische Institut Berlin - Walter May - verfolgt dabei die Ziele der Arbeiterwohlfahrt und will, so das Credo, Menschen helfen, sich in Verantwortung für sich und das Gemeinwesen frei zu entfalten.

Für die Abteilung Oberschöneweide ist klar, dass das Haus und der Treffpunkt Strohhalm dafür in Oberschöneweide sehr wichtig sind und jede erdenkliche Unterstützung erhalten müssen.
In Zusammenarbeit mit den Jusos Treptow-Köpenick werden Mitglieder unserer Abteilung in der AnsprechBar deshalb in Zukunft auch für Kinder aus suchtbetroffenen Familien Hausaufgabenbetreuung und Nachhilfeunterricht anbieten. Darüber hinaus sind jederzeit Geld- und Sachspenden willkommen. Die Jusos haben dies im Winter bereits vorgemacht; von den über 230 Euro konnte das Haus Strohhalm neue Elektogeräte (u.a. Mikrowellen) für die drei Gemeinschaftsküchen der Bewohner/Innen kaufen.

Für weitere Nachfragen, auch zur von Anfang November bis Ende März angebotenen Notunterkunft, stehen die Projektbetreuer/Innen des Hauses Strohhalm gern zur Verfügung.